Rhodesien

Ursprünglich war Rhodesien britische Kronkolonie. Nordrhodesien wurde im Oktober 1964 seitens Großbritanniens unter dem neuen Namen Sambia in die Unabhängkeit entlassen, während Südrhodesien weiterhin unter britischer Kolonialherrschaft blieb. Namensgeber war ebenfalls ein Brite, denn “Rhodesien” wurde abgeleitet von seinem Gründer Cecil Rhodes. Das im Südwesten Afrikas gelegene Land ist ein Binnenland, das im Norden durch den Sambesifluss von seinem Nachbarn Sambia getrennt wird, weiter grenzt es an Südafrika, Botswana und Mosambik.

Rhodesien

Rhodesien ist heute die unabhängige Republik Simbabwe.

Von der Kolonialherrschaft in die Diktatur

Rhodesien ist heute die unabhängige Republik Simbabwe und hat eine bewegte Geschichte hinter sich, die das Land nicht zur Ruhe kommen lässt. Bereits im November 1965 erklärte Rhodesien einseitig seine Unabhängigkeit von der britischen Krone, was aber weder von Großbritannien, noch dem Rest der Welt anerkannt wurde. Der Staat wurde von den meisten Ländern der Welt boykottiert. 1972 kam es zum Bürgerkrieg, der erst durch Vermittlungen im Rahmen der Genfer Rhodesien-Konferenz ab 1976 beigelegt werden konnte. Nachdem das Land im Jahre 1979 vorübergehend wieder erneut britischer Herrschaft unterstellt wurde, wurde schließlich am 18. April 1980 endgültig die Unabhängigkeit der neuen Republik Simbabwe proklamiert.

Premierminister und späterer Präsident war Robert Mugabe, der bis 2008 als Diktator herrschte und das Land mehr oder weniger in den Ruin wirtschaftete. Zwar wurden die schlimmsten Probleme im Gesundheitswesen und der Inflation inzwischen eingedämmt, doch von einer Wende kann keine Rede sein. Zimbabwe hat eine der höchsten HIV- und AIDS-Raten weltweit, die Lebenserwartung der Bevölkerung liegt bei gerade einmal 44 Jahren!

Wilde Tiere und heimische Hunde

Auf der anderen Seite ist das ehemalige Rhodesien ein Urlaubsparadies für Natur- und Tierliebhaber. 11 Prozent des Landes sind Nationalparks und Reservate und verfügen über einige der weltweit schönsten Safarigebiete. Der Artenreichtum im riesigen Hwange Nationalpark ist einmalig und bietet optimale Tierbeobachtungsmöglichkeiten für Safaritouristen. Ein weiteres Naturschauspiel bietet sich dem Besucher an den Viktoria Falls, den größten Wasserfällen der Welt. Auf einer Breite von mehr als 1,5 Kilometern stürzen pro Minute rund 550 Millionen Liter Wasser in die Schlucht des Sambesiflusses. Ebenfalls an den Ufern des Sambesi liegt der Mana-Pools-Nationalpark, einer der schönsten Parks Afrikas. Hier sind auch Safaris zu Fuß erlaubt, die dem Urlauber ein unmittelbares Erlebnis mit der Wildnis und seinen Bewohnern ermöglichen.

Noch ein anderer “Ureinwohner” aus Rhodesien ist äußerst beliebt: der Rhodesian Ridgeback. Hierbei handelt es sich um eine anerkannte Hunderasse aus Simbabwe und Südafrika, die heute in vielen Teilen der Welt Liebhaber findet. Ridgeback Züchter sorgen auch in Deutschland dafür, dass die Rasse fortbesteht. Der Ridgeback ist ein Hund, der häufig zur Jagd eingesetzt wird, doch auch als Wach- und Familienhund ist er ein beliebter Begleiter.

Bild: wikipedia

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